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06/13/18

Das Sommerkonzert

findet dieses Jahr am 25.06.2018 um 18.00 Uhr im Forum statt. Kartenverkauf ab Donnerstag, 21.06., in den großen Pausen! 


Seminarfahrt „Prisons“ nach Nürnberg September 2017

Mit über 200 km/h fährt der ICE durch die wunderschöne Landschaft Niedersachsens, Hessens und dann endlich auch Bayerns. Nach einigen Stunden erreichen wir, das bedeutet die Teilnehmer des Seminarfachs „Prisons“ mit Frau Bederna, ihrer Tochter und Herrn Mühlenberg, dann endlich unser Ziel – Nürnberg. Dort angekommen machen wir uns auf den Weg zu unserer Jugendherberge. Diese ist aber anders als durchschnittliche Jugendherbergen, denn sie liegt auf dem höchsten Punkt Nürnbergs in der sogenannten Kaiserburg, was ein Segen aufgrund der Aussicht über die ganze Stadt, aber auch ein Fluch sein kann, wenn man den Weg nach dort oben zu Fuß bestreiten muss.

Am ersten Tag lernen wir also die Kaiserburg und die Altstadt mit einer Stadtführerin etwas näher kennen. Die Kaiserburg ist ein Komplex, der aus mehreren Teilen besteht und die Stadt Nürnberg durch seine besonderen Schutzmauern einige hundert Jahre lang vor Eroberern geschützt hat. Sie wurde nie von feindlichen Truppen eingenommen. In der Altstadt gibt es zudem auch andere interessante Gebäude wie zum Beispiel das Haus des Künstlers Albrecht Dürer.

Am folgenden Tag geht es dann in den Untergrund. Das Lochgefängnis erinnert wirklich an ein Loch, es ist sehr dunkel, eng und die Foltergeräte, die hier noch ausgestellt werden, versetzen uns gedanklich zurück ins Mittelalter. Nach dieser düsteren Führung geht es düster weiter mit einer Tour durch die Stadt, bei der uns unser Tourguide etwas über die kriminelle Geschichte Nürnbergs erzählt.

Am Tag drei der Seminarfahrt springen wir dann aus historischer Sicht ein Stück näher in Richtung Gegenwart, aus dem Mittelalter in die Nachkriegszeit. Zuerst besichtigen wir den Saal 600, welcher während der Nürnberger Prozesse als Gerichtssaal verwendet wurde und auch heute noch gelegentlich für Gerichtsprozesse genutzt wird. Im nebenliegenden Memorium erfahren wir dann noch mehr über die NS-Zeit, die Nürnberger Prozesse und deren Folgen.

Danach kommt der, meiner Meinung nach, Höhepunkt des Programms unserer Fahrt. Ganz exklusiv dürfen wir in die JVA Nürnberg, die neben dem Justizpalast (mit dem Saal 600) liegt. Diese besteht aus mehreren Teilen, grundsätzlich kann man sagen, dass sie aus einem alten Teil, dem Zellengefängnis, und einem neuen Teil besteht, wo heutzutage die Häftlinge untergebracht sind.

Das Zellengefängnis ist dafür bekannt, dass hier vor allem hochrangige Nazis wie beispielsweise Hermann Göring inhaftiert waren. Außerdem war das Gebäude während der Prozesse mit einem Gang direkt mit dem Justizpalast aus Sicherheitsgründen verbunden.

Den neuen Teil der Vollzugsanstalt (ausgenommen den Strafvollzug der Frauen und Jugendlichen) dürfen wir uns in Begleitung des Anstaltsleiters und einem engagierten Mitarbeiter aus nächster Nähe ansehen. Das bedeutet, dass wir sogar eine bewohnte Zelle eines Häftlings betreten können, um uns einen Eindruck über das Leben im Gefängnis machen zu können.

Am vorletzten Tag schließen wir dann noch einmal an die NS-Zeit an, indem wir uns das Reichsparteitagsgelände ansehen. Ein riesiges Gelände mit ebenfalls riesigen Bauwerken, die teilweise den Bauwerken der Römer in der Antike ähneln. Viele der geplanten Bauvorhaben in diesem Areal wurden aufgrund des zweiten Weltkrieges aber nie fertig gestellt. Trotzdem wurde hier bis zum Anfang des Krieges der Reichsparteitag der NSDAP abgehalten, was große Menschenmengen in die Stadt Nürnberg zog.

Der letzte Tag unserer Fahrt ist dann ein eher kulinarischer Tag, an dem Frau Bederna uns in ein fränkisches Restaurant entführt.

Typisch für die Stadt sind natürlich die Nürnberger Rostbratwürstchen, aber auch Lebkuchen und viele andere Spezialitäten, die wir natürlich auch in unserer Freizeit getestet haben. Alles in allem war es eine sehr gelungene und ausgewogene Fahrt, bei der wir viel Neues erfahren haben und dabei viel Spaß in einer tollen Gemeinschaft haben konnten. Danke!

Samantha Lorz



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