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27. Januar 2017

Gedenkveranstaltung für die Opfer des Holocaust

Aus Anlass des offiziellen Tages des Gedenkens für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar veranstalteten die SchülerInnen des Seminarfachs „History on Screen“ (Jahrgang 12) im Forum des GBN eine Gedenkveranstaltung, um an die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft zu erinnern. Aufgrund des Themas des Seminarfachs stand dabei ein Film, genauer Steven Spielbergs „Schindlers Liste“ aus dem Jahr 1993, im Mittelpunkt.

Der 27. Januar ist in der Bundesrepublik seit 1996 ein Gedenktag, da an diesem Tag im Jahr 1945 Soldaten der Roten Armee das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz befreiten, in dem die Nationalsozialisten insgesamt ca. 1,1 Millionen Menschen ermordeten. Neben den Juden als größter Gruppe zählten auch Sinti und Roma, Behinderte, Homosexuelle, Zeugen Jehovas und politische Gegner des NS zu den Opfern der nationalsozialistischen Verfolgungspolitik.

In diesem Jahr stand bei der Gedenkveranstaltung des GBN mit Oskar Schindler ein Mann im Fokus, der zunächst von der Politik des NS profitierte und im besetzten Polen eine zu „arisierende“ Fabrik übernehmen konnte, in der er jüdische Zwangsarbeiter beschäftigte. Später nutzte er jedoch seine guten Kontakte zu den deutschen Besatzungsbehörden und rettete Hunderten von Juden mithilfe seiner mittlerweile berühmten Liste vor der Deportation, wobei er sein Vermögen und sein eigenes Leben aufs Spiel setzte. Für seinen Einsatz wurde er im Jahr 1967 von der Gedenkstätte Yad Vashem als „Gerechter unter den Völkern“ anerkannt.

Genau diese Wandlung Schindlers wurde mit den SchülerInnen der Jahrgänge 9 bis 12, die die Veranstaltung besuchten, diskutiert. Grundlage dieser Diskussion waren drei Filmausschnitte, die u.a. das grausame Vorgehen der Deutschen bei der Räumung des Warschauer Ghettos zeigten, sowie Originaldokumente, die Schindlers Verhalten während des Zweiten Weltkriegs aus verschiedenen Perspektiven beleuchteten. Durch diese Gegenüberstellung wurde die Frage aufgeworfen, inwiefern Schindler uns heute als Vorbild dienen kann. Die SchülerInnen des zwölften Jahrgangs hatten dazu verschiedene Aufgaben vorbereitet und besprachen die Ergebnisse in Kleingruppen mit den Lernenden verschiedener Altersgruppen, wobei sich eine äußerst angeregte Diskussion ergab. 

Niels Koblitz



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