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Exkursion

Unsere Sprachlernklassen treffen Frau Ministerin Heiligenstadt in der Ökologischen Schutzstation Steinhuder Meer

Fachunterricht in einer Fremdsprache zu verfolgen und aktiv daran teilzunehmen, erfordert ein hohes Maß an Sprachkenntnissen, Lernbereitschaft sowie sehr viel Aufmerksamkeit. Für die Schülerinnen und Schüler unserer Sprachlernklassen gilt dies in besonderer Weise. Sie lernen erst seit Beginn dieses Jahres Deutsch und müssen direkt in Sachfächern wie Mathematik, Biologie und Physik Fachinhalte lernen.

Das Fach Biologie bietet dabei einerseits die Chance, an bekanntes Vorwissen und die Alltagswelt der Jugendlichen anzuknüpfen und andererseits die Möglichkeit, allgemeine naturwissenschaftliche Grundlagen und Arbeitsweisen zu vermitteln. Verbunden ist dies jedoch immer mit einer Vielzahl neuer Vokabeln.

Zu Beginn dieses Schuljahres haben wir uns im Biologieunterricht der Sprachlernklasse schwerpunktmäßig mit ökologischen Aspekten sowie der evolutionsgeschichtlichen Entwicklung der verschiedenen Lebewesen beschäftigt.

Höhepunkt dieser Themenreihe war ein Ausflug in die Ökologische Schutzstation Steinhuder Meer e.V. (ÖSSM) nach Winzlar. Am 30. September fuhren 18 Schülerinnen und Schüler aus den beiden Sprachlernklassen gemeinsam mit Frau Kampmann und Frau Schneeloch mit dem Bus nach Winzlar. Dort wurden alle von Herrn Pfeiffer und einer Pädagogin des Regionalen Umweltbildungszentrums (RUZ) – Frau Pauselius-Gallon – empfangen.

Nach einer kurzen Begrüßung hatten die Schülerinnen und Schüler zunächst die Möglichkeit, die aktuelle Steinhuder Meer-Ausstellung der ÖSSM anzusehen sowie das weitläufige Gartengelände des Vereins zu erkunden. Die Exponate der Ausstellung und die Vielfältigkeit des Gartens mit seinen alten Obstbäumen, den Hühnern, einem Moorbeet, dem großen Teich und vielem mehr ließen dabei sofort die Begeisterung für die ökologische Exkursion steigen.

So fand die Überleitung zum Kernthema des Tages statt – der Lebensweise von Libellen. Diese leben schon seit etwa 320 Millionen Jahren auf der Erde und gehören damit zu einer der ältesten Tiergruppen auf diesem Planeten. Dadurch, dass sie in allen Regionen der Welt vorkommen, hatten auch unsere Schüler der Sprachlernklasse sofort einen Bezug zu diesen Insekten. Die Erarbeitung von Entwicklung und Lebensweise der Libellen erfolgte zwar theoretisch, war jedoch so gestaltet, dass durch umfangreiches Bildmaterial, Modelle und Skizzen nahezu ohne schwere Vokabeln auszukommen war.

Nichts geht jedoch über praktische Arbeit! In Gruppen konnten die Schülerinnen und Schüler mit den vom RUZ bereitgestellten Materialen wie Kescher, Lupe und Schalen an den Teich gehen und schauen, welche verschiedenen Tiere man dort fängt. Bei dieser Arbeit kam es besonders auf gute Zusammenarbeit und den vorsichtigen Umgang – also die Achtung der Lebewesen – an.

Die gefangenen Tiere waren nicht sehr groß und mussten erst in kleine Beobachtungsschälchen überführt werden, um sie mit Hilfe von Lupen und Binokularen zu beobachten. Die Anfertigung einer Skizze der gesehen Tiere und eine mögliche Bestimmung mit Hilfe von Karteikarten stellte dabei die besondere Herausforderung dieser Arbeitsphase dar.

Hierbei war ein sehr präzises Beobachten von kleinen Details notwendig. Zur Bestimmung der Arten halfen dann auch die bereits im Unterricht besprochenen Bezeichnungen der verschiedenen Körperteile. Innerhalb einer knappen Stunde konnten die Schüler über zwei Duzend verschiedene Tier- und Pflanzenarten entdecken. Neben Tellerschnecken, Wasserflöhen, Mückenlarven, Rückenschwimmern oder Steinfliegenlarven gehörten natürlich auch verschiedene Entwicklungsstadien von Libellenlarven dazu.

Während der praktischen Arbeitsphase bekam unsere Sprachlernklasse Besuch von der Niedersächsischen Kultusministerin Frau Heiligenstadt, die an diesem Vormittag zu Gast im Regionalen Umweltbildungszentrum Steinhuder Meer war. Begleitet von Frau Dr. Gratza-Lüthen, dem Leiter des RUZ Herrn Fuchs, dem Geschäftsführer der ÖSSM Herrn Beuster und mehreren politischen Vertretern zeigte sie sich überaus interessiert an den „Forschungsergebnissen“ der Schüler und informierte sich ausgiebig bei den Jugendlichen über die gefangenen Lebewesen sowie die Metamorphose der im Wasser lebenden Libellenlarve zum adulten und flugfähigen Insekt, wie wir es meist kennen.

Lobend äußerte sie sich über das Engagement des Gymnasiums Bad Nenndorf im Bereich der Sprachlernklassen und dem attraktiven Angebot des RUZ für diese und weitere Zielgruppen.

Im abschließenden Gruppengespräch wurden die Phasen der Libellenentwicklung noch einmal sprachlich herausgearbeitet und anhand von Abbildungen sowie verschiedenen Präparaten vertieft bzw. festgehalten.

Insgesamt hat der Exkursionstag neue spannende Einblicke in die Vielfalt der Lebewesen sowie deren Vernetzung gegeben. Wir (die betreuenden Pädagogen des GBN und des RUZ) würden uns freuen, wenn die gute Stimmung und die neuen Erfahrungen das Leben unserer Schüler weiter bereichert haben.

Nach einem spontanen Gruppenfoto ging es dann für alle zurück nach Bad Nenndorf und in die verdienten Ferien.

Annika Schneeloch / Frank Pfeiffer



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