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Seminarfahrt der Seminarfächer „Gesundheit im Alltag“ und „Inseln der Erde“

Eine gesunde Woche auf der Insel Fehmarn

Im Vorfeld musste zunächst ein Ziel her. Bei dem einen Seminarfach war das nicht schwierig: Eine Insel auf unserer Erde. In dem anderen Seminarfach sollte es gesund zugehen, d. h. besondere Bedeutung bekamen der sportliche Aspekt sowie die Ernährung. Beim ersten Punkt sollte es etwas Nachhaltiges sein. Beim Zweiten liegt natürlich die Selbstverpflegung nahe, wenn man gute Köche im Kurs hat.

 

  • Eine Insel – Fehmarn
  • Ein Selbstversorgerhaus – Haus Seeschwalbe
  • Etwas Sportliches – Surfen
  • Etwas Nachhaltiges – Surfschein

Damit war die Grundlage für zwei Seminarfahrten gelegt, und am 26.09.2016 ging es um 08.30 Uhr in Bad Nenndorf los. Im Gepäck waren ein vielseitiges Programm und sehr viel zu essen!

Am Nachmittag des ersten Tages ging es nach kurzer Bettenbetrachtung gleich wieder mit den Fahrrädern los. Für die einen gab es eine Einführung in die Theorie des Surfens und anschließend praktische Übungen auf dem Wasser. Für die anderen ging es an den Strand, wo eine Geographin wartete, um die Geologie Fehmarns allgemein aufzuzeigen und die verschiedenen Steine im Einzelnen vorzustellen. Am Abend gab es dann, wie auch an jedem weiteren Abend, ein Drei-Gänge-Menü, das im Vorfeld sehr bewusst zusammengestellt worden war.

Der Dienstag begann für die „Inselgruppe“ sehr früh, sodass noch nicht einmal die Brötchen geliefert worden waren. Also machte sie sich ohne diese mit Bus und Bahn auf den Weg nach Kiel. Dort wurde am Bahnhof zunächst das geplatzte Frühstück nachgeholt, um danach das GEOMAR am Seefischmarkt zu besuchen. Die Schüler wurden bereits von dem Schulkoordinator und einem ausgewiesenen Vulkanologen erwartet. Letzterer nahm alle mit auf eine äußerst interessante „Vortragsreise“ zu Ozeaninseln. Nach einer Mittagspause wurden der Gruppe noch ausgewählte Geräte vorgeführt, die in der Ozeanforschung bei Expeditionen über und unter Wasser zum Einsatz kommen. Anschließend stand als Kontrast eine Stadtrallye auf dem Programm. Der frühe Abend diente der Essenssuche und -aufnahme. Nach einer Reise nun mit Zug und Taxi erreichten alle in der Nacht die Seeschwalbe wohlbehalten wieder.

Die „Gesundheitsgruppe“ startete parallel mit einem fantastischen Frühstück mit Rührei und frischem Mett, das schon am Morgen mit dem Fahrrad aus dem 8 km entfernten Ort Burg geholt worden war. Anschließend stand mit dem Programmpunkt „Spiele am Strand“ eine Aufwärmphase sowie Einführungen in Beachvolleyball, Strandfußball und Frisbee, was natürlich alles am Strand stattfand. Nach einer Mittagspause ging es wieder auf das Wasser, obwohl der Wind fehlte. Die Theorie wurde natürlich trotzdem gelernt, und in der Praxisphase entschied sich eine Hälfte der Gruppe mit ihrem Surflehrer Olli zusammen, Stand-Up-Paddeln zu gehen und zum Südstrand zu paddeln. Da doch etwas Wind aufgekommen war, ging die andere Hälfte mit ihrem Surflehrer Jürgen mit Segeln auf das Wasser. An diesem Abend reagierte die Kochgruppe spontan auf die vielen Brötchen, die nicht mit nach Kiel genommen worden waren. Es gab Burger mit gesunder Vor- und Nachspeise.

Der Mittwoch begann vormittags mit dem Surf-Kurs, mit sehr viel Wind, jedoch diesmal ohne Wasser. Da der Wind ablandig war, hatte er das Wasser aus der Bucht gedrückt, sodass es eine Strecke von einem Kilometer mit den Surfbrettern über Schlick zurückzulegen galt. Nachmittags gab es einen Themenblock zu „Gesundheit durch Gemeinsamkeit“, d.h. gemeinsame Spiele. Hierfür wurde der große Garten genutzt, in dem neben verschiedenen Übungen am Ende ein spannendes Völkerball-Spiel anstand.

Die Inselgruppe begab sich nach der späten Rückkehr am Dienstag gestärkt durch ein entspanntes Frühstück in die „Inselhauptstadt“ Burg, um auf dem dortigen Wochenmarkt eine Befragung von Bewohnern und Gästen durchzuführen. Zielsetzung war, erste eigene Umfrageerfahrungen zu sammeln und die Attraktivität Fehmarns für die unterschiedlichen Interessengruppen empirisch zu untersuchen. Am Nachmittag fand sich die Gruppe unweit der St.-Nikolai-Kirche ein, um erneut Referate zu diversen geographischen Aspekten, diesmal aber „im Gelände“ zu verfolgen. Am Abend mussten die über zweihundert Umfragebögen in Kleinstarbeit ausgezählt werden.

Donnerstag war für die Surfer der große Tag der Prüfung. Noch am Frühstückstisch wurde das Übungsheft mit der Theorie durchgegangen. Um 10 Uhr war der Prüfungstermin. Zunächst mussten alle die Theorieprüfung ablegen und danach einen Dreieckskurs auf dem Wasser surfen. Alle haben die Prüfung bestanden und ihren Surfschein erhalten.

Der Nachmittag begann mit einer Einführung in Yoga und Pilates und anschließenden praktischen Übungen. Den Übergang zum Grillabend schaffte die Gruppe zur gesunden Ernährung, die zunächst Informationen vermittelte und anschließend daraus ein Leiterspiel vorbereitet hatte, bei dem alle ihre gelernten Informationen gewinnbringend anwenden konnten. Der Grillabend selbst musste leider aufgrund eines durchziehenden Sturm- und Regenbandes ausfallen. Die Kochgruppe improvisierte jedoch gekonnt im Trockenen.

Die Inselgruppe startete an diesem Donnerstag wiederum recht früh, um mit Fahrrad und Zug zum Fährbahnhof in Puttgarden zu gelangen. Dort wurde sie von zwei Scandlines-Mitarbeitern empfangen, die sie nach einführenden Erklärungen über den Mitarbeiterzugang auf ein Fährschiff ins dänische Rødby brachten. An Bord war ein Konferenzraum inkl. Verpflegung vorbereitet. Die beiden Mitarbeiter präsentierten während der Hinfahrt in einem kurzweiligen Vortrag das Fährunternehmen und zeigten dabei insbesondere die Nachhaltigkeitsorientierung in der (zukünftigen) Unternehmensentwicklung auf. Mit der „Festen Fehmarnbeltquerung“ wurden verkehrs- und wirtschaftsgeographische Fragen diskutiert. Darüber hinaus konnten die Teilnehmer noch weitere Fragen stellen. Die Rückfahrt begann für die Gruppe auf der Brücke der Fähre; dort erklärte der Kapitän nach dem Auslaufen aus dem Hafen die technischen Details des Schiffes. Auf der Rückfahrt konnten die Teilnehmer auch selbst erfahren, dass das Fährschiff dem Wind die Angriffsfläche eines Großseglers biete, da die Windstärke doch merklich zugenommen hatte. Zurück auf Fehmarn stand noch ein Besuch des Meereszentrums in Burg auf dem Programm.

Nach dem hervorragenden letzten Frühstück war es beim Packen erstaunlich zu sehen, wie gut die Vorräte verbraucht worden waren. Es war eine interessante, gesunde und (für beide Kurse) sehr sportliche Woche, die durch den Einsatz jedes einzelnen Teilnehmers zu dem geworden ist, worauf alle stolz sein können! Kurz nach 16 Uhr kamen alle wieder am großen Gymnasium an und verabschiedeten sich in die Herbstferien … 

Frauke Schütte und Thomas Warnecke



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