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01/11/18

"Schnuppertag" und Elterninformation

Am 09. Februar sind alle SchülerInnen des Jahrgangs 10 aus anderen Schulen eingeladen, einen Tag am GBN zu hospitieren um uns kennenzulernen. Treff ist 7.55 Uhr in der Cafeteria, bitte anmelden unter info@gymbane.de. Die Elterninformation findet am 13. Februar um 19.00 Uhr im Forum statt, vorher ab 18.00 Uhr eine Information zum bilingualen Geschichtsunterricht spanisch (fortgeführte Fremdsprache).


Schüler des GBN als erfolgreiche Umweltjournalisten

Bereits im Jahr 2010 hat der Global Nature Fund in Kooperation mit dem Regionalen Umweltbildungszentrum Steinhuder Meer ein Förderkonzept für das Projekt „Nachwuchsjournalisten für die Umwelt“ erstellt. Schüler aus dem Bodenseeraum und aus dem Naturraum Steinhuder Meer sollten die Möglichkeit erhalten, bei diesem Projekt aktiv zu werden.

Fakt ist, dass junge Menschen zwar sehr oft mit Umweltthemen und Konflikten konfrontiert werden, ihnen jedoch meist die Handlungsoptionen fehlen, wie sie mit diesem Wissen etwas „bewegen können“. Die Idee des Projektes lag darin, dass die Schüler durch den journalistischen Ansatz ihre Erfahrungen und Eindrücke öffentlich mit möglichst vielen Menschen teilen und dazu auch die sozialen Medien nutzen. Zentraler Inhalt sollte die inhaltliche Gestaltung eines Onlinemagazins sein, in dem spannende Artikel, Tagesberichte oder Poster eingestellt werden.

In den Jahren 2014/2015 war es dann soweit – die Förderer stellten Gelder bereit und das Projekt konnte starten. Den Auftakt machte zunächst die Gruppe vom Bodensee, bevor im Frühjahr 2015 auch das Seminarfach „Mensch-Natur“ des Jahrgangs 11 vom Gymnasium Bad Nenndorf einstieg.

Während einer zweitägigen Auftaktveranstaltung wurde die Gruppe zunächst vom ehemaligen Chefredakteur der Zeitschrift „natur + kosmos“ (jetzt „Natur“) in das Themenfeld der journalistischen Magazinarbeit eingeführt. Am zweiten Tag folgte dann der Fotokurs, bei dem ein professioneller Fotograf mit den Schülern einen Workshop zu diesem Thema durchführte. So bekamen die Jugendlichen im Verlauf dieser zwei Tage Handwerkszeug an die Hand, mit dem es ihnen bei den folgenden Fachexkursionen, die bis zu den Sommerferien stattfanden, möglich sein sollte, Themen zu recherchieren und zu dokumentieren.

Zunächst ging es in einer Tagesfahrradtour zum Steinhuder Meer – genauer gesagt zur Ökologischen Schutzstation Steinhuder Meer. Dort erfuhren die Schüler sehr viel über Artenschutzprojekte und wurden detailliert in aktuelle Projekte zum Schutz von Laubfrosch, Fischadler und Europäischen Nerz informiert. Praktische Telemetrieübungen und der Besuch eines Laubfroschtümpels in den Meerbruchswiesen rundeten den Tag ab.

Bei der nächsten Fahrt ging es mit dem Bus in die Lüneburger Heide. Zunächst etwas irritiert, was es dort spannendes zu berichten geben könnte, wurde den Schülern bei der Wanderung durch das Gebiet und den Ausführungen unseres Heiderangers Jan Brockmann die Bedeutung dieses Ökosystems schnell deutlich. Sowohl die Tatsache, dass diese außergewöhnliche Kulturlandschaft mit ihrer speziellen Artenvielfalt ein Produkt historischer menschlicher Nutzung ist, als auch der Umstand, dass ihr Erhalt im Kontext moderner Landwirtschaft und touristischer Nutzung viel Engagement fordert war bis dahin unbekannt.

Krönenden Abschluss bildete eine Tagesexkursion zum Torfwerk Gramoflor in Vechta. Die Zerstörung von Hochmooren und die Nutzung von Torf als Pflanzsubstrat ist sowohl aus Sicht des Artenschutzes als auch des Klimaschutzes fatal. Die Firma Gramoflor bildet zwar einen Teil dieser Torfindustrie, versucht jedoch bewusst neue Wege zu gehen, um die ökologischen Schäden deutlich zu minimieren. Neue Abbauverfahren mit paralleler Renaturierung und die intensive Forschung nach Ersatzsubstraten sowie der Wiederansiedlung von Torfmoosen zeigen das Engagement im Bereich Moorschutz.

Im Anschluss an die Sommerferien ging es nun daran, die Themen der Exkursionen inhaltlich so aufzuarbeiten, dass einfache Tagesberichte, journalistische Artikel und digitale Poster entstehen. Vor allem die letzten beiden Inhalte kosteten Schüler und Betreuer viel Mühe und Geduld, um in kleinen Schritten den Inhalt so zu gestalten, dass er veröffentlicht werden kann. Doch nun möchten wir Sie nicht lange im Ungewissen lassen und freuen uns, die wirklich gelungenen Ergebnisse des gesamten Projekts im YoJo-Magazin präsentieren zu können.

Frank Pfeiffer



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