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11/15/18

Einladung

Die Weihnachtskonzerte finden dieses Jahr finden am 19. und 20. Dezember um 18.00 Uhr im Forum statt.

Anders als in den Vorjahren ist das Programm an den beiden Abenden nicht identisch:

Mittwoch mit: Bläserklasse 5b, Unterstufenchor, Stomp-AG, Junior Big Band, GBN Big Band.

Donnerstag mit: Bläserklasse 6b, Juniorblasorchester, Mittel- und Oberstufenchor, Musik-LK, GBN Big Band.

Eintrittspreise: 3 Euro für Erwachsene, 2 Euro für Schüler. Der Kartenvorverkauf beginnt am 6.Dezember in der großen Pause (Nähe Forum).


Rückbegegnung Austausch mit Warschau 2015

Einmal DDR und dann?

Im kalten und regnerischen November war es soweit: die Rückbegegnung des Seminarfachs „Europe – united in diversity?“ mit der polnischen Partnerschule in Warschau konnte stattfinden und stellte inhaltlich eine gelungene Erweiterung der Hinbegegnung dar.

Während beim Besuch in Warschau zunächst das Ziel war, durch eine Erfahrung, die allen Teilnehmern fremd ist, und im Anschluss daran die Thematisierung trennender Aspekte der Geschichte in den Vordergrund zu stellen, sollte jetzt in Deutschland eine teilweise ähnliche historische Erfahrung aus zwei Perspektiven erarbeitet werden. Aus diesem Grund stand eine Beschäftigung mit dem Leben in der DDR im Fokus, die darauf abzielt, Lebensumstände in einer Diktatur zu erfahren und zu reflektieren. Aufgrund der Thematik wurde das Treffen großzügig von der Stiftung für Deutsch-Polnische Zusammenarbeit gefördert.

Mit diesem Anliegen war es naheliegend, die ersten drei Tage der Begegnung in Berlin stattfinden zu lassen, wo neben einer kleinen Sightseeing-Tour, dem Besuch der Ausstellung zum Alltag in der DDR und dem Besuch der Mauergedenkstätte an der Bernauer Straße vor allem der Besuch des ehemaligen Stasi-Gefängnisses in Hohenschönhausen Eindruck hinterließ. Da die Führungen dort in der Regel von ehemaligen Häftlingen in der DDR durchgeführt werden, gibt es auch immer eine persönliche Ebene, auf der Besucher angesprochen werden. Besonders eindrücklich wurde dabei der Unrechtscharakter der Herrschaft der SED und ihres ausführenden Organs, der Staatssicherheit, wenn etwa die psychologischen Methoden in der Haft und während der Verhöre beschrieben werden, die dazu dienten, vorgeblich staatsfeindliche Umtriebe aufzudecken.

Auch die Mauergedenkstätte bekräftigte diesen Eindruck, da am historischen Ort klar wird, was es konkret bedeutete, eine Stadt und damit Familien und andere soziale Beziehungen zu trennen, nicht zu sprechen von den Maßnahmen, die ergriffen wurden, um die Republikflucht zu verhindern. Einen ersten Gegenpunkt setzte dann die Ausstellung zum Alltag in der DDR in der Kulturbrauerei. Hier wurde deutlich, dass die DDR auch ein Ort zum Leben war, der aus heutiger Perspektive zwar seltsam unmodern und beschränkt wirkt, neben den Aspekten Überwachung und Einschränkung von Freiheiten und Rechten durchaus aber auch Gefühle wie Solidarität, Gemeinschaftssinn und Verantwortungsbewusstsein ansprach, wenn man sich arrangierte, was einem auch leichtgemacht wurde.

Nachdem die TeilnehmerInnen schon in Berlin immer wieder aufgefordert waren, sich in gemischten Gruppen produktiv mit den Inhalten auseinanderzusetzen, etwa durch gespielte Dialoge, die nach der Maueröffnung in Berlin stattgefunden haben könnten, sollte in Bad Nenndorf dann abschließend noch eine vertiefte Beschäftigung mit dem Thema Aufwachsen in der DDR stattfinden. Nach einer Recherche, die dazu diente Fragen zu entwickeln, standen schließlich zwei Zeitzeugen, beide Lehrer am GBN, Rede und Antwort zum Thema Jugend und Leben in der DDR. Schon die Fragen zeigten, dass das Thema für die kurze Zeit sehr intensiv durchdrungen war, und auch die Antworten ließen schließlich eine differenzierte Sicht auf das Leben in einer Diktatur zu. Erweitert wurde dies in der Auswertung dann noch durch die Erfahrungen der polnischen SchülerInnen, deren Eltern auch in einem sozialistischen Staat gelebt hatten. An dieser Stelle wurde auch deutlich, dass der Auftrag, heute selbstverständliche Rechte und Freiheiten zu schützen und zu verteidigen, sowie auch aus den Erfahrungen anderer Nationen zu lernen und die Demokratie in Europa zu stärken, deutlich verstanden und angenommen wurde. Dies wurde auch ermöglicht durch ein harmonisches Miteinander, das auch durch viele gemeinsame Aktionen wie Bowling oder ein Abendessen erreicht wurde.

Kay Tomhave



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