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Erfahrungsbericht zum Besuch in Polen 2015

Im Juni war es wieder soweit. Vom 07.06. bis zum 12.06.2015 stand der Besuch der polnischen Schüler in der Nähe von Krakau an. Auf den Schüleraustausch mit Niegowic freuten sich die Schülerinnen und Schüler des 8. Jahrgangs sehr, da sie bereits vom Besuch in Bad Nenndorf ihre Austauschpartner kannten. Das Wetter war – wie jedes Jahr – hervorragend.

Nach der langen Busfahrt freuten sich alle auf eine Dusche, sodass die Begrüßung am Bus am Sonntagabend herzlich, aber relativ schnell ausfiel.

Am Montag traf man sich um 08:30 (Schulbeginn in der polnischen Schule „Gimnazjum w Niegowici im. Ksiedza Karola Wojtyly) am Gymnasium, um mit dem Bus zum Nationalpark „Ojjcowski Park Nardowy“ zu fahren. Bei angenehmen 25°C wanderten wir durch die atemberaubende Landschaft und erfuhren viele Geschichten über die Schlossruinen, die „Liebesquelle“, die „Hand Gottes“ und dem Krakauer Tor, an denen wir vorbeiliefen. Mit dem Bus ging es dann weiter in ein Shoppingcenter in Krakau, in dem wir mit unseren Austauschschülern zu Mittag essen und ein wenig shoppen konnten. Am Abend hatten alle Zeit, die Austauschfamilien besser kennenzulernen und waren über die große Gastfreundlichkeit sehr erfreut.

Am Dienstag stand ein Ausflug zu einer Salzmine auf dem Tagesplan (Kopalina Soli Bochnia). Besonders beeindruckend war die 212m lange Fahrstuhlfahrt in die Tiefe. Mit einer unterirdischen Bahn fuhren wir dann etwa 1km in den ältesten Schacht des Bergwerkes. Hier begann die Führung durch die verschiedenen Entwicklungen des Werkes. Das Salz wurde damals als Zahlungsmittel genutzt und wurde auch „weißes Gold“ genannt. Das Bergwerk ist besonders auf jüngere Besucher ausgelegt und hat auch einen eigenen Sportplatz und Übernachtungsmöglichkeiten unter der Erde. Auch eine beeindruckende Kapelle findet man hier, welche zu besonderen Anlässen auch heute noch genutzt wurde. Nach der Besichtigung des Bergwerkes besuchten wir noch ein Stadtviertel oberhalb des Werkes, welches durch kleine hübsche Gassen und Geschäfte sehenswert war. Der Abend stand wieder im Zeichen der Gastfamilien. Einige Schülerinnen und Schüler verabredeten sich auch zu kleinen Gruppen um gemeinsam etwas zu unternehmen.

Der Mittwochvormittag stand ganz im Zeichen des Sports. Mehrere Tennisplätze wurden für uns reserviert, sodass sich alle nach einer kleinen Einweisung in die Schlägerhaltung und –führung, an dem Sport ausprobieren konnten. Wir verteilten uns auf den Plätzen und spielten, bis uns die Schweißtropfen von der Stirn liefen. Es sah teilweise ganz lustig aus, da die meisten von uns zuvor noch nie Tennis gespielt hatten. Unser Mittagessen konnten wir dann in Niepolomice zu uns nehmen. Dort hatten wir auch ein wenig Freizeit um ein Paar Souvenirs zu kaufen. Der Nachmittag wurde dann in den Gastfamilien verbracht. Viele von uns ruhten sich nach diesem anstrengenden Vormittag aus und machten sich für den kommenden Programmpunkt etwas frisch. Der Höhepunkt des Mittwochs war das gemeinsame Grillen aller am Austausch beteiligten Personen an der Schule mit anschließender Party in der Schule. Einmal im Monat findet dort eine Veranstaltung für Schülerinnen und Schüler statt, bei der viel getanzt und gelacht wird. Die Sporthalle wird dabei von älteren Schülern mit Lichteffekten und Musikanlage zu einer Disco verwandelt. Die polnischen Schülerinnen und Schüler hatten tänzerisch mehr Erfahrungen als wir, dennoch konnten wir mithalten. Für manche war es eine tolle Erfahrung, da sie von polnischen Jungen/Mädchen zum Tanzen aufgefordert wurden. Gegen 22 Uhr wurden dann alle abgeholt. Es war ein sehr schöner Abend.

Am Donnerstag besichtigten wir Krakau und erfuhren sehr viel über die Stadt und ihre Geschichte. Man konnte alles gut nachvollziehen, da die Führung auf Deutsch und auf Polnisch gehalten wurde. Alle wichtigen Sehenswürdigkeiten wurden hierbei besichtigt. Ein Besuch der ehemaligen Hauptstadt ist wirklich zu empfehlen. Die Sonne und Hitze machte uns etwas zu schaffen, doch ausreichend Sonnencreme und Getränke machten es gut erträglich. Viel über die deutsch-polnische Beziehung haben wir vom Konsul persönlich bei einem Besuch des Konsulats erfahren. Nach dem gemeinsamen Mittagessen (es war sehr lecker!) hatten alle noch eine Stunde Zeit, um interessante Ecken Krakaus in kleineren Gruppen zu besichtigen. Allgemein kann man sagen, dass es ein sehr gelungener Tag in Krakau war.

Der Freitag stand zur freien Verfügung. Viele unternahmen etwas mit ihren Gastfamilien. Es wurde Sport getrieben, Burgen besichtigt, am Fluss „Raba“ gepicknickt oder erneut Krakau besucht. Am Abend traf man sich dann an der Schule, um sich zu Verabschieden. Die Woche war viel zu kurz und so wunderte es keinen, dass der Abschied sehr tränenreich war. Obwohl wir uns auf zu Hause freuten, vermissen wir jetzt schon unsere neuen Freunde. Und so hoffen wir, dass wir noch lange Kontakt mit unseren Austauschpartnern halten und uns bald privat verabreden können.

Jacqueline Behr



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