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Studienfahrt des Seminarfachs "Kriegsende 1945" nach Krakau

Auf unserer Seminarfahrt im Seminarfach „Kriegsende 1945 – Stunde Null in Niedersachsen“ von Herrn Koblitz ging es im September nach Krakau sowie in das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau in Polen. Zur Vorbereitung haben wir uns mit den historischen Zusammenhängen beschäftigt, etwa mit Errichtung des Lagers oder der Geschichte der Stadt Krakau während der deutschen Besetzung.

Nach einer langen Zug-und Busfahrt, haben wir den ersten Abend ruhig ausklingen lassen, um am nächsten Tag durchstarten zu können. Dieser begann dann mit einem Stadtrundgang durch das Universitätsviertel und die Altstadt. Zunächst haben wir das Wahrzeichen der Stadt, den Wawel-Drachen, welcher tatsächlich Feuer speit, besichtigt. Anschließend ging es auf den nahen Wawel-Hügel mit der Burg und der bekannten Wawel-Kathedrale, in der zahlreiche polnische Könige und wichtige polnische Persönlichkeiten begraben sind. Danach haben wir weitere Kirchen und wichtige Sehenswürdigkeiten, wie die Franziskanerkirche, besichtigt. Am Nachmittag haben wir über die am nächsten Tag anstehende Fahrt nach Auschwitz-Birkenau gesprochen und u.a. unsere Erwartungen notiert.

Die Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau besteht aus mehreren Teilen, wovon wir das Stammlager in Auschwitz und das Vernichtungslager in Birkenau besichtigt haben.

Das Stammlager besteht aus mehreren Baracken, in denen sich heute eine Dauerausstellung befindet. Hier haben wir zahlreiche Informationen über die verschiedenen Häftlingsgruppen erhalten und konnten uns Zellen sowie das erste Krematorium anschauen. Am Nachmittag haben wir dann auch Birkenau besichtigt. Diese Gedenkstätte besteht aus einen riesigen Gelände mit Baracken und Krematorien, von denen große Teile noch erhalten sind, oder es sich wenigstens erahnen lässt, wie sie aussahen. Die Stimmung dort wiederzugeben fällt schwer, da es komplett unbegreiflich ist, wie solche Verbrechen geschehen konnten. Zumindest für mich steht fest, dass jeder diesen Ort einmal im Leben besucht haben sollte, um erst wirklich das Ausmaß der Verbrechen der Nazis verstehen zu können. In der nachfolgenden Abschlussbesprechung wurde der Eindruck, den der Ort hinterlassen hatte, deutlich, was sich in konstruktiven Äußerungen allerseits zeigte.

Am nächsten Tag wurde die Stadtführung fortgesetzt; diesmal ging es in das ehemalige jüdische Viertel. Geleitet durch unseren Guide wurden wir an mehreren Synagogen vorbeigeführt und lernten die wichtigsten Orte des jüdischen Ghettos, welches während der NS-Besatzung errichtet wurde, kennen. Wir erfuhren ebenfalls vom Schicksal der Juden, die größtenteils aus dem Ghetto in benachbarte Konzentrations-und Vernichtungslager gebracht wurden.

Am Nachmittag haben wir die ehemalige Fabrik von Oskar Schindler besucht, der während der deutschen Besatzung Krakaus zahlreiche Juden vor der Vernichtung rettete. In dem Gebäude befindet sich heute eine Ausstellung, die vor allem durch ihre Authentizität und multimediale Technik besticht.

Am nächsten Morgen haben wir uns zum Abschluss noch das ehemalige Arbeiterviertel „Nowa Huta“, was auf Deutsch so viel wie „Neue Hütte“ bedeutet, angeschaut. Zu der Zeit, als in Polen der Sozialismus herrschte, wurde dieses Viertel planmäßig als eine Musterstadt für Arbeiter errichtet. Die Industriegebäude werden bis heute genutzt, auch wenn es uns nicht möglich war, sie zu besichtigen. Damit endete das Programm für unsere Reise; am Abend sind wir noch gemeinsam essen gegangen, um am nächsten Morgen nach Bad Nenndorf zurückzukehren.

Unser Kurs war von der Fahrt begeistert; Krakau ist eine schöne Stadt mit interessanten historischen Bauten wie Kirchen, welche uns durch die Tour sehr gut näher gebracht wurden. Der Höhepunkt war sicherlich die Besichtigung von Auschwitz-Birkenau, die wahrscheinlich einen lebenslangen Eindruck hinterließ. Ich würde die Fahrt jederzeit wieder mitmachen und kann allen anderen nur empfehlen, dies auch zu tun.

Paulo Frevert



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