Bild des Gymnasiums Bad Nenndorf

Facharbeitsprämierung durch den Rotary-Club Bad Nenndorf

Leben im Kuhfladen?

Bereits zum zwölften Mal stellten die Schülerinnen und Schüler aus Jahrgang 12 mit den besten Resultaten ihre Facharbeiten vor. Wie in jedem Jahr waren am Montagabend als Publikum der versammelte Jahrgang 11, viele Freunde und der Rotary-Club Bad Nenndorf, der das Preisgeld von insgesamt 1000,- Euro spendierte, geladen. Um den zeitlichen Rahmen für die Vorträge zu begrenzen und die Konzentration auf die Präsentation selbst zu erhöhen, war als Präsentationsform "Pecha Kucha" (sprich: pe-tschak-tscha) festgelegt. Bei dieser aus Japan stammenden Präsentationsform mit PowerPoint hat der Referent 20 Folien zur Verfügung, die jeweils automatisch alle 20 Sekunden wechseln. So müssen die Vortragenden es schaffen, in 6.40 Minuten ein komplexes Thema auf das Wesentliche reduziert vorzustellen. Wie Jens Siebert, der Bildungsbeauftragte des Rotary-Clubs anmerkte, sei gerade dies auch eine gute Vorbereitung auf das spätere Leben, etwa wenn es darum ginge, ein Projekt präzise und auf den Punkt vorzustellen.

Trotz der formalen Begrenzung war der Bogen inhaltlich so weit gespannt wie die Themenbreite der Seminarfächer, in denen die Facharbeiten angefertigt wurden. Am Ende wurden als beste Präsentationen Anna-Lena Jürgens' „Das Leben im Kuhfladen“ und Christian Staufenbiels „Möglichkeiten und Grenzen verschlüsselter Kommunikation bei Mikrocontrollern“ prämiert. Während Anna-Lena durch selbst durchgeführte Experimente und die Beobachtung von Kuhfladen deutlich nachwies, dass dies ein überaus belebter Ort ist, gelang es Christian deutlich zu machen, dass die grenzenlose Vernetzung etwa im Haushalt durchaus Risiken birgt, wenn etwa ein normal begabter Hacker es in etwa 5 Sekunden schafft, eine handelsüblich elektronisch gesicherte Haustür zu öffnen.

In den weiteren Präsentationen wurde etwa durch Hannes Bolting nachgewiesen, dass die Staatsformen Monarchie, Diktatur und Demokratie sich in Gartenanlagen der jeweiligen Zeit spiegeln, während Muriel Spiller unterhaltsam nachweisen konnte, dass Männer sich über ihren Körper definieren und sie mithin also die wahren Verlierer der Emanzipation seien. Darüber hinaus konnte Larissa Romahn in ihrer Präsentation zur evangelischen Kirche im Nationalsozialismus zeigen, dass man sich durchaus gegen das Regime stellen, oder zumindest sich dem Einfluss entziehen konnte, wenn man es geschickt anstellte. Abschließend wies Swenja Dorn anhand von Romeo and Juliet nach, dass Shakespeare bei der Anlage seiner Charaktere dann doch dem vorherrschenden Rollenverständnis von Männern und Frauen folgte.

Während sich im Anschluss die Jury aus Mitgliedern des Rotary-Clubs und Lehrern des GBN zurückzog um zu einem Ergebnis zu gelangen, wurde die Zeit von Frau Unger-Knippschild von der VHS in Stadthagen genutzt, um für die diesjährige Sommer-Uni in Rinteln zu werben, bevor der Präsident des Bad Nenndorfer Rotary-Clubs, Dr. Wiedmann, verkünden konnte, wer das Rennen gemacht hatte, obwohl eigentlich alle Präsentierenden einen hervorragenden Eindruck gemacht hatten.

Kay Tomhave



copyright: Europaschule Gymnasium Bad Nenndorf | Webdesign, Typo3: SOL.Service Online, Hameln