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Der Saftladen auf dem Weg zur Schülerfirma

 

Bereits seit vielen Jahren haben wir mit Schülern jeden Herbst per Hand einige Eimer Äpfel zerkleinert, gepresst und frischen Apfelsaft hergestellt. Im Sommer 2012 entstand die Idee, dieses Projekt auszuweiten und in Form einer festen Arbeitsgemeinschaft am GBN zu etablieren.

Ein kleiner Kreis Schüler setzte sich mit uns betreuenden Kollegen zusammen und wir überlegten, welche Ausrüstung für unsere Hausmosterei benötigt wird.

Neben einer elektrischen Obstmühle, sollte eine hydraulische Packpresse sowie mehrere Erhitzer und zahlreiches Zubehör angeschafft werden. Diese eher einfache Ausstattung wurde jedoch nicht nur gewählt, um die Kosten im Rahmen zu halten, sondern auch um eine möglichst hohe Schüleraktivität zu gewährleisten. Unser Ziel war es ja nicht mit einer automatisierten Anlage in kurzer Zeit ein möglichst großes Volumen Saft herzustellen, sondern möglichst viele Schüler an dem Prozess teilhaben zu lassen.

So müssen die Schüler die Äpfel zunächst sortieren und in großen Wannen waschen, bevor sie in der Obstmühle zerkleinert werden. In der Packpresse wird die Maische in Presstücher eingeschlagen, übereinandergeschichtet und mit Hilfe einer hydraulischen Handpumpe ausgepresst. Der frische Saft wird parallel in mehreren Kesseln auf ca. 80 °C erhitzt und somit sterilisiert. Schließlich findet die Abfüllung in eine Bag in Box System statt, indem der Saft längere Zeit haltbar ist.

Nur durch die Unterstützung des Fördervereins war es nun möglich diese Planung in die Realität umzusetzen, da selbst die einfache Grundausstattung einige Kosten verursacht. Ohne diese Anschubfinanzierung wäre alles das, was sich in den folgenden zwei Jahren aus dieser ersten Idee entwickelte gar nicht möglich gewesen. Vielen Dank dafür an dieser Stelle.

Den Schülern wurde schnell klar, dass es hier um mehr geht, als nur paar Äpfel zu pressen – wir wollten ein Lebensmittel herstellen. Damit wurde es nötig, dass Belehrungen zur Lebensmittelsicherheit und zum Infektionsschutz stattfinden. Neben dem Gesundheitsamt war daher auch das Veterinäramt eingebunden und eine Beamtin von dort besichtigte unsere Anlage.

 Wie entwickelte sich das Projekt bisher?

-        Das Apfelsaftprojekt wurde Teil unserer Bewerbung für den Titel „Umweltschule in Europe“, den wir am 16.10.2014 offiziell überreicht bekommen.

-        Beim Wettbewerb „prima klima“ der Stadtwerke Weserbergland wurde das Projekt mit einem 2. Preis im Wert von 300 € ausgezeichnet

-        Dieses Jahr werden wir unsere Anlage bereits zum dritten Mal anlässlich des Weltkindertages im Kurpark von Bad Nenndorf aufbauen und für die Kinder der Kindergärten und Grundschulen Saft pressen

-        Kollegen, Schüler und Eltern haben durch Apfelspenden dazu beigetragen, dass wir in den letzten zwei Jahren größere Mengen Saft abfüllen konnten

-        Bei zahlreichen schulöffentlichen Veranstaltungen wie z.B. dem Tag der offenen Tür wird unser Projekt durch die Schüler der AG vorgestellt

-        Die AG wird sehr gut nachgefragt und soll in diesem Schuljahr in eine Schülerfirma mit eigenem Logo - den Saftladen - umgewandelt werden

-        In der weiteren Zukunft soll eine parallel angelegte Streuobstwiese mit 20 Apfelbäumen die Hauptquelle für unseren Saft darstellen

 Wir freuen uns auch in diesem Jahr wieder auf den Einsatz unserer Mosterei und hoffen auf große Mengen leckeren Apfelsaft!

 Ihre Schüler vom Saftladen



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