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Jubiläum: 10 Jahre Geschichte in spanischer Sprache

Seit 10 Jahren auf den Everest mit europäischen Früchten

Am Montag, dem 29.09.2014, trafen sich Vertreter der spanischen Botschaft, des niedersächsischen Kultusministeriums und der Landschulbehörde im Forum des GBN um zusammen mit Lehrern Schülern und Ehemaligen das 10jährige Bestehen eines in Niedersachsen einmaligen Projekts zu feiern.

Seit 2004 gibt es am GBN die Möglichkeit, das Fach Geschichte in spanischer Sprache zu unterrichten. Die Teilnehmer müssen Spanisch als 3. Fremdsprache, zur Zeit ab Klasse 7, gewählt haben und können nach drei Jahren im bilingualen Sachfachunterricht ihre mündliche Abiturprüfung (P5) ablegen. Die Teilnahme am Sachfachunterricht in der Fremdsprache wird dann auch auf dem Abiturzeugnis vermerkt und gleichzeitig bildet er einen wichtigen Baustein für die Qualifikation für das Exzellenzlabel CertiLingua, mit dem hervorragende interkulturelle Kompetenzen gewürdigt werden. Das Projekt basiert auf einem Staatsvertrag des Landes Niedersachsen mit dem Staat Spanien und durch diesen Vertrag wird gewährleistet, dass stets eine spanische Lehrkraft an der Schule ihre deutschen Kollegen unterstützen und mit ihnen gemeinsam eigene Unterrichtsmaterialien erarbeiten, die anders nicht erhältlich sind. Zugleich erfolgt auch eine jährliche Qualitätskontrolle durch Unterrichtsbesuche durch die Botschaft.

Nach einem kurzen Theaterstück, in dem der aktuelle „Bili-Kurs“ aus Jahrgang 12 typische Szenen des Geschichtsunterrichts in spanischer Sprache auf humorige Art darstellten, betonten die Redner bei der Feierstunde, wie wichtig und wirkungsvoll das bilinguale Projekt am GBN ist. Was im Theaterstück seinen Ausdruck in einem Stöhnen über viele Kopien und Vokabeln fand, erscheint dann in einem größeren Rahmen und aus der Rückschau durchaus als ein Projekt, das seinesgleichen sucht und unbedingt weitergeführt werden sollte. So betonte Ministerialrätin Weisig vom MK die Alleinstellung des GBN in diesem Bereich in Niedersachsen, während die spanische Botschaftsrätin für Bildung, Frau Ruiz, treffend feststellte: „English is not enough“. Die Schulleiterin, Frau Gratza-Lüthen, hingegen verglich das Projekt mit der Besteigung des Mount Everest statt des Deisters, wobei die Ausstrahlung in andere Bereiche der Schule stets fühlbar sei. Insgesamt bilde das Bili-Projekt schließlich einen wichtigen Bestandteil des Europaprofils des GBN und ließe uns ständig von der „europäischen Frucht“ naschen.   

Zu guter Letzt konnten ehemalige Schülerinnen und Schüler des GBN kurz darstellen, was ihnen persönlich der bilinguale Sachfachunterricht bedeutet und auch wie er sich im weiteren Lebensweg bisher auswirkte. Symptomatisch für diese Bedeutung dürften wohl längere Auslandsaufenthalte im spanischsprachigen Ausland sein, die Tatsache, dass bestimmte Sprachlernverpflichtungen an Universitäten entfielen, aber auch der Wille einer Ehemaligen selbst Lehrerin für Geschichte und Spanisch zu werden, zeugen von der hohen Nachhaltigkeit des Angebots.

Musikalisch aufgelockert wurde die Feierstunde durch die imposante Big Band des GBN, die aus ihrem Repertoire zum Anlass passend auch noch ein spanisches Lied zum Besten gab.

Kay Tomhave



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