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01/11/18

"Schnuppertag" und Elterninformation

Am 09. Februar sind alle SchülerInnen des Jahrgangs 10 aus anderen Schulen eingeladen, einen Tag am GBN zu hospitieren um uns kennenzulernen. Treff ist 7.55 Uhr in der Cafeteria, bitte anmelden unter info@gymbane.de. Die Elterninformation findet am 13. Februar um 19.00 Uhr im Forum statt, vorher ab 18.00 Uhr eine Information zum bilingualen Geschichtsunterricht spanisch (fortgeführte Fremdsprache).


TREES-Projekttreffen in Warschau, 16.-21. November 2013

Bäume in der Großstadt

Nachdem schon die „Kick-off events“ und der Logo-Wettbewerb das neue Comenius-Projekt „TREES“ in den Partnerschulen bekannt gemacht haben, fand jetzt das erste Projekttreffen in der Warschauer Partnerschule statt. Die „Bednarska“, mittlerweile aus dem baufälligen Haus in der Innnenstadt in einen etwas funktionaleren Bau in Nachbarschaft von Industriebetrieben und neuen Wohnanlagen umgezogen aber noch genauso chaotisch und liebenswert, hieß insgesamt 19 Schülerinnen und Schüler aus Frankreich, Schweden und Deutschland in Gastfamilien willkommen, um die erste Phase des Projekts voranzutreiben. Dass sich die erste Projektphase im Schuljahr 2013/14 sich vor allem mit biologischen und ökonomischen Aspekten beschäftigt, war deutlich im Programm zu erkennen, das neben viel Projektarbeit auch den Besuch zweier Parks beinhaltete.

Nach einer kleinen Vorstellungsrunde mit den beteiligten 38 Schülerinnen und Schülern aus vier Nationen führte der erste Weg auch schon in den berühmten Łazienki-Park, der im Warschauer Regierungs- und Botschaftsviertel gelegen ist. Auf dem Spaziergang durch den Park konnte dabei zum einen ein Einblick in die Geschichte Polens und Warschaus gewonnen werden, zum anderen zeigte der Park ein schönes Herbstgesicht mit Laub, aufsässigen Eichhörnchen und Spechten, das von flanierenden Warschauern am Sonntagnachmittag genossen wurde.

Die Gruppenarbeitsphase am zweiten Tag wurde dann genutzt, um die bereits vorbereiteten Glossare über Begriffe zum Thema „Bäume“ in fünf Sprachen zusammenzuführen, die dann ausgedruckt großformatig in den Partnerschulen aufgehängt werden. Zugleich konnte die gemeinsame Zeit in der Bibliothek und im Filmraum der Schule genutzt werden, um weitere Zugänge zur gemeinsamen Arbeitsplattform auf eTwinning, einem digitalen Arbeitsraum finanziert von der EU, zu generieren. Ein abendlicher Spaziergang durch die Altstadt vorbei an Schloss und Kathedrale über den alten Marktplatz bis hin zum Geburtshaus von Marie Curie und weiter bis zum Weichselufer vervollständigte den Tag. Dabei war stets schmerzlich bewusst, dass auch dieser Teil Warschaus wiederaufgebaut werden musste, nachdem die deutschen Truppen die Stadt 1944 als Vergeltung für den Warschauer Aufstand fast vollständig zerstört hatten.

Am nächsten Tag hieß es dann in aller Frühe aufzustehen und zum Höhepunkt des Projekttreffens aufzubrechen. Der Ausflug in den Białowieża-Nationalpark, der an der Grenze zu Weißrussland gelegen ist, fand bei strahlendem Sonnenschein statt und die nahezu unberührte Landschaft entschädigte für die insgesamt vierstündige Anfahrt. Im Białowieża-Nationalpark findet man verschiedene Waldformen, die eine ungeheure Artenvielfalt von Insekten bis hin zu europäischen Bisons und Wölfen auszeichnet. Dadurch, dass der Wald unberührt gelassen wird, wird die Selbstregulierung an vielen Stellen erfahrbar und die Tatsache, dass man nur mit einer Führung auf das geschützte Gelände darf, hilft den Gästen beim Verständnis und sorgt für einen lehrreichen Besuch, der zudem noch durch ein gerade im Umbau befindliches Museum ergänzt wird. Im benachbarten Reservat kann man zudem auch noch die Tiere bewundern, die im Nationalpark in freier Wildbahn leben. Die Stars hier sind die Bisons, die den Park berühmt gemacht haben, da hier nach dem Ersten Weltkrieg die letzten Exemplare vorhanden waren, die den Kern für die wachsende Population in Europa bildeten.

Zum Ende des Treffens stand dann noch einmal Projektarbeit auf dem Programm. Die Zeit wurde genutzt, um den Besuch des Nationalparks und das Projekttreffen in verschiedenen Produkten festzuhalten. Neben einem klassischen Bericht entstanden auch ein kleiner Film, eine PowerPoint Präsentation sowie der Beginn eines Wandgemäldes im Treppenhaus der Bednarska. Eine andere Gruppe pflanzte einen „Europäischen Baumgarten“ auf dem Schulgelände mitten in Warschau, um an das Treffen zu erinnern. Jedes Partnerland konnte einen typischen Baum aussuchen, der hoffentlich wie die Partnerschaft wächst und gedeiht. Ironischerweise bestanden dabei Polen wie auch Deutsche darauf, eine Eiche zu pflanzen, was zeigt, dass bestimmte Gemeinsamkeiten einfach nicht auszuräumen sind.

Kay Tomhave



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