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Jubiläum

Ein halbes Jahrhundert und trotzdem jung

Am vierten April war es nun endlich soweit: 35 französische Schülerinnen und Schüler vom Lycée Albert Triboulet aus Romans sur Isère wurden gegen 22 Uhr bei frostigen Temperaturen von ihren deutschen Gastfamilien erwartungsvoll in Empfang genommen um das Jubiläum zu feiern. Mit dabei: eine Reihe von aktiven und ehemaligen Kollegen und Kolleginnen aus Frankreich, die es sich nicht nehmen lassen wollten, an den Feierlichkeiten teilzunehmen.

Den Höhepunkt bildete der Festakt am Freitagnachmittag, auf dem ein buntes deutsch-französisches Programm geboten, aber auch die Bedeutung des Austausches für beide Schulen und deren Schülerinnen und Schüler herausgestellt wurde. In den Reden etwa von Frau Gratza, der Kreisrätin Frau Augath, aber auch beim von der Deutschlehrerin Laurence Dill vorgelesenen Grußadresse des Direktors des Lycée, der dienstlich verhindert war, wurde stets deutlich, wie sehr Teilnehmer und Institutionen von einem solchen Austausch, der historisch gewachsen ist, profitierten und wie sehr allen Seiten daran gelegen ist, den Austausch noch lange zu ermöglichen. Wie tief die resultierenden Beziehungen zum Teil sind, wurde auch daran deutlich, dass sogar Teilnehmer des ersten Austausches den Weg nach Nenndorf fanden und bei ihren damaligen Austauschpartnern wohnten. Eingerahmt wurde der Festakt durch die Big-Band und vor allem durch die Chöre und den Darstellendes Spiel-Kurs von Herrn Plien, der 50 Jahre deutsch-französische Beziehungen revuehaft darstellte und dabei den Bogen von De Gaulles und Adenauer bis hin zu Merkozy spannte.  

Während für die begleitenden französischen Lehrer mit den deutschen Kolleginnen und Kollegen am Wochenende Ausflüge nach Corvey und nach Hildesheim, die vor allem Zeit für Unterhaltung und Austausch boten, auf dem Programm standen, bevor am Montag die Heimreise angetreten wurde, wartete auch auf die Schülerinnen und Schüler ein reiches Programm. Als sie sich alle leicht übermüdet am Freitagmorgen in der Schule wiedertrafen, wurde schnell klar, dass die letzten zwei Monate den beginnenden Freundschaften keinen Abbruch getan hatten und die Sorge der deutschen Gastschüler völlig unbegründet war. In Kleingruppen nahmen die frz. Schüler am Unterricht teil, erkundeten mit ihren deutschen corres das Gebäude und bereiteten sich mit einer gemeinsamen Chorprobe auf den offiziellen Teil der Jubiläumsfeierlichkeiten vor, die im Beisein der deutschen Gasteltern und -geschwister begangen wurden.

Nach einem ereignisreichen Wochenende in den Gastfamilien, das viele nach Hannover geführt hatte, traf sich die französische Gruppe in der Schule, um sich über ihre typisch deutschen Erlebnisse auszutauschen, aber auch um sich auf ein dunkles Kapitel der deutschen Geschichte einzulassen und den Besuch in Bergen-Belsen am Nachmittag vorzubereiten.

Die folgenden beiden Tage standen ganz im Zeichen der dt.-frz. Freundschaft, denn alle Ausflüge und Aktivitäten wurden von deutschen und französischen Schülern gemeinsam unternommen. Am Dienstag ging es nach Bremen, wo nach einer Stadtrallye das Universum auf dem Programm stand. Die deutschen Schüler waren hier besonders gefordert, da sie nicht nur die Experimente durchführen sollten, sondern sie auch ihren corres erklären mussten.

Einen Tag später war die Anreise nicht ganz so kompliziert. Die Busfahrt wurde durch einen kurzen Fußmarsch ersetzt. Es ging nämlich in die Schulküche des GBN, wo Deutsche und Franzosen ganz unterschiedliche Gerichte von Kartoffelsalat bis Mousse au chocolat zubereiteten und hinterher gemeinsam verspeisten.

Am Donnerstag besichtigte die französische Gruppe Hamburg mit Hafenrundfahrt und einem Gang durch das Museum für Stadtgeschichte. Die deutschen Schüler mussten sich derweil auf den normalen Schulunterricht konzentrieren, was nicht immer ganz leicht fiel.

Bevor die deutschen und französischen Schüler ins zweite gemeinsame Wochenende nach Mardorf oder in den Heide Park entlassen wurden, nutzten sie den letzten gemeinsamen Schultag, um Bilanz zu ziehen. Dies wurde zudem durch eine tolle Chemieshow von Herrn Oelmann abgerundet.

Und plötzlich war Montagmorgen. Alle standen wieder mit gepackten Koffern vor dem GBN und wollten sich doch eigentlich noch gar nicht verabschieden. Nachdem noch einige Verabredungen für die Sommerferien getroffen worden waren, die Koffer Platz gefunden hatten, mussten die französischen Schülerinnen und Schüler nun doch in den Bus einsteigen und verließen Bad Nenndorf bei nun endlich angenehmeren Temperaturen.

Svenja Hohmeier / Kay Tomhave



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