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11/15/18

Einladung

Die Weihnachtskonzerte finden dieses Jahr finden am 19. und 20. Dezember um 18.00 Uhr im Forum statt.

Anders als in den Vorjahren ist das Programm an den beiden Abenden nicht identisch:

Mittwoch mit: Bläserklasse 5b, Unterstufenchor, Stomp-AG, Junior Big Band, GBN Big Band.

Donnerstag mit: Bläserklasse 6b, Juniorblasorchester, Mittel- und Oberstufenchor, Musik-LK, GBN Big Band.

Eintrittspreise: 3 Euro für Erwachsene, 2 Euro für Schüler. Der Kartenvorverkauf beginnt am 6.Dezember in der großen Pause (Nähe Forum).


50 Jahre Austausch mit Romans-sur-Isère

Der Austausch der 10.000 Ritter

In der Woche vom 30. Januar begannen die Feierlichkeiten anlässlich des 50. Jubiläums des Austausches mit dem Lycée Albert Triboulet in Romans mit der Reise von circa 80 Schülern und Lehrern nach Frankreich. Neben dem regulären Austausch in Jahrgang 9, quasi als Geschenk, war in diesem Jahr die Big Band unter der Leitung von Carsten Groß mit dabei. Um die Bedeutung des Ereignisses und des Austausches zu unterstreichen, reisten auch die Schulleiterin und Stellvertreterin, sowie eine Delegation von weiteren Lehrern mit an, um das gelungene Beispiel deutsch-französischer Kooperation zu feiern und sich mit ehemaligen und jetzigen französischen Kollegen, angeführt von der Deutschlehrerin Laurence Dill, zu treffen und auszutauschen.

Nach einer verregneten und anstrengenden Busreise wurden alle spät aber herzlich in ihren Gastfamilien in Empfang genommen, um am nächsten Tag sogleich festzustellen, dass man tatsächlich in Frankreich ist, da einige Lehrer streikten und der Unterricht zum Teil ausfiel. Arbeiten hingegen musste die Big Band, die nach einer Stadtführung mit Rudolf Schönfelder, ein ehemaliger Lehrer des GBN, der Romans schon mehr als dreißig Mal besucht hat, den Aufbau und die Proben für das am Abend geplante Konzert auf dem Programm hatte. Der Saal im Nachbarörtchen Bourg-de-Péage war dann gut gefüllt und die stehenden Ovationen und die verlangte Zugabe am Ende zeigten, dass der lange Weg sich gelohnt hatte.

Die offiziellen Feierlichkeiten konzentrierten sich dann am Freitag. Den Auftakt bildete ein Empfang beim Bürgermeister. Im Rathaus der Stadt, die auf eine lange Geschichte zurückblicken kann und noch heute durch eine Altstadt mit vielen Renaissancehäusern gefällt, hob Philippe Drésin, dessen Kinder ebenfalls am Austausch mit dem GBN teilnahmen, hervor, dass die Schülerinnen und Schüler es in der Hand haben, den Frieden in Europa zu erhalten und dass der Austausch beider Schulen ein wichtiger Bestandteil dieses Vorhabens sei.

Am Abend auf dem Festakt im Lycée wurde dann die Geschichte des Austausches eingehend gewürdigt. Eingerahmt von ausgestellten Fotos der vorangegangenen Jubiläen, erinnerte Frau Gratza, die Leiterin des GBN, an den Élysée-Vertrag, mit dem die deutsch-französische Aussöhnung nach dem Zweiten Weltkrieg einen staatlichen Rahmen bekam. Das GBN hatte damals schnell die Chance und den Auftrag verstanden, im Kleinen für die Völkerverständigung zu arbeiten. In der Rückschau betrachtet ist die Leistung dann aber nicht mehr so klein, wenn man die vorsichtige Schätzung anstellt, dass von deutscher Seite allein etwa 10.000 SchülerInnen und Eltern in den Austausch involviert gewesen sein dürften, die wie "europäische Ritter" (Drésin) für eine gemeinsame Zukunft gekämpft haben. Auch der Schulleiter des Lycée Albert Triboulet, Herr Topin, hob die Bedeutung der Kontakte nach Deutschland hervor, wenngleich an seiner Schule Deutsch als Fremdsprache nicht mehr so stark nachgefragt ist wie in der Vergangenheit. Diejenigen jedoch, die Deutsch lernen, konnten an diesem Abend eindrucksvoll ihr Können beweisen, als sie zusammen mit ihren deutschen Gästen neben zwei französischen Liedern auch "99 Luftballons" und "Ich war noch niemals in New York" sangen.

Dass ein gemeinsames Singen von Deutschen und Franzosen lange keine Selbstverständlichkeit war, zeigte sich noch einmal eindrucksvoll beim Besuch des Lycée Gabriel Faure, einer altehrwürdigen Schule in Tournon direkt an der Rhone. Dort kann man im Ehrenhof die Tafeln der Gefallenen aus drei deutsch-französischen Kriegen betrachten, und auch der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg wird gedacht. Dies spielte dann allerdings beim abschließenden Zusammenkommen am Abend keine Rolle mehr. Stattdessen wurde gemeinsam getanzt und man konnte nochmals die ausgezeichnete französische Küche schmecken.

Während Big Band und Lehrer am Sonntag wieder abreisten, bleibt die Austauschgruppe noch bis Freitag, um Stadt und Gegend auf Ausflügen nach Lyon, Avignon und zu einer Pongnes-Bäckerei noch besser kennen zu lernen.

Kay Tomhave



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