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11/15/18

Einladung

Die Weihnachtskonzerte finden dieses Jahr finden am 19. und 20. Dezember um 18.00 Uhr im Forum statt.

Anders als in den Vorjahren ist das Programm an den beiden Abenden nicht identisch:

Mittwoch mit: Bläserklasse 5b, Unterstufenchor, Stomp-AG, Junior Big Band, GBN Big Band.

Donnerstag mit: Bläserklasse 6b, Juniorblasorchester, Mittel- und Oberstufenchor, Musik-LK, GBN Big Band.

Eintrittspreise: 3 Euro für Erwachsene, 2 Euro für Schüler. Der Kartenvorverkauf beginnt am 6.Dezember in der großen Pause (Nähe Forum).


Quer durch Stadt und Zeit

Studienfahrt des Seminarfachs «Paris à travers le temps» in die Seinemetropole (26.6.-1.7.2011)

Nach zwei Semestern Vorbereitung zu Geschichte, Architektur und Kunst fuhr unser Kurs an die Seine, um das theoretisch erarbeitete Wissen vor Ort zu überprüfen und zu erweitern, um dadurch ein geschichtlich wie kunsthistorisch vertieftes Verständnis von Wesen und Gestalt der französischen Metropole zu gewinnen.

Zwei Schwerpunkte sollen hier erwähnt werden: i) der Strukturwandel von Paris im 19. Jahrhundert; ii) die Spiegelung desselben im französischen Impressionismus.

Industrialisierung und Bevölkerungswachstum schufen erhebliche Probleme für den Verkehr von Personen, Handelswaren und Versorgungsgütern, ebenso wie eine Verschärfung der Hygiene­probleme in einer Stadt, deren Zentrum strukturell noch mittelalterlich geprägt war und deren Peripherie enorm wuchs. Stadtpräfekt Baron Haussmann plante ab 1855 die Hauptstadt radikal neu. Er schuf das heute vertraute, typische Pariser Stadtbild der großen Boulevards gesäumt von symmetrisch anmutenden bür­ger­lichen Wohnbauten, einhergehend mit einer neuen Architektur von Fassaden, einem neuen Wohn- und Lebenskonzept, dem Appartement, sowie einer Belebung des öffentlichen Raums. Zeugnis von diesem sozialen und infra­strukturellen Wandel legen die Künstler des Impressionismus ab, v.a. Caillebotte und Pissarro, aber auch Monet und Manet.

Während unserer Studienfahrt konnten wir diese Stadtentwicklung erlebend nachvollziehen, beim Flanieren auf den Boulevard St-Michel, St-Germain, den Champs-Elysées und etlichen anderen, durch das Quartier St-Séverin, St-André-des-Arts, das Marais und Montmartre oder bei Besuchen im Musée Carnavalet (Musée de l’histoire de la ville de Paris), im Musée d’Orsay oder der Ausstellung im Hôtel de Ville. Diverse Programmpunkte erlaubten einen Blick von oben auf die Stadt: Arc de Triomphe, Panthéon, Centre Pompidou, Sacré-Coeur und zum Abschluss, la Tour Eiffel.

Für etliche Facharbeitsthemen bot die Fahrt Anregungs- und Anknüpfungspunkte, so z.B.: die Bedeutung des Tourismus für die Stadt Paris, der Arc de Triomphe als Ort des Gedenkens und der nationalen Identität, les Grands Travaux: zu Ehren von…?, das Panthéon im Spannungs­feld zwischen sakraler und profaner Bedeutung, der jüdische Pogrom in Paris – Schuldfrage und Verantwortungs­bewusstsein, Schwarzafrikaner in Paris – eine geglückte Integration?, die Bedeutung der Seine für die Entwicklung der Stadt Paris, die Bedeutung des Louvre für das Selbst­verständnis der Franzosen, die Rolle von Jeanne d’Arc für Paris, die Situation der Mus­lime in Paris im Kontext des Gesetzes zum Verbot der Burka, Probleme in den Banlieues von Paris, Sicherheits- und Hygienehinweise in Reiseführern, Ursachen und Gestalt von Gewalt im melting pot Paris, Paris als Stadt der Liebe im Film Before Sunset, das Bild der Stadt im Film Le Fabuleux Destin d’Amélie Poulain, etc.

Hinderlich war einzig der Reisezeitpunkt, insofern sich Paris von Touristen überrannt zeigte, was v.a. den Zutritt zu wichtigen Museen, Bauwerken und Programm­punkten z.T. erheblich erschwerte bzw. unmöglich machte.

Dr. Christoph Wolter



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