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Sich blind auf den anderen verlassen können – Die Kennenlernfahrt der Klasse 5d nach Verden (Aller)

Auch dieses Jahr unternahmen die Fünftklässler zu Beginn des Schuljahres wieder eine Kennenlernfahrt. Die Klasse 5d fuhr vom 29. bis 31. August 2011 nach Verden an der Aller.

Am Montag gleich nach der Ankunft in Verden wartete auf die Fünftklässler mit den „Schattenspringern“ ein erlebnispädagogisches Programm der ganz besonderen Art. Im Wesentlichen ging es darum, den Teamgeist und die gegenseitige Rücksichtnahme in unterschiedlichen Spielen zu trainieren. Dies begann schon damit, dass die Schüler sich gegenseitig Namensschilder in einer vorgegebenen Zeit herstellen sollten. Eine vorherige Absprache war dabei unerlässlich und sollte das Entwickeln von effizienten Arbeitsabläufen in der Gruppe fördern. Danach wurde die Gruppe geteilt. Während die eine Hälfte im Wald Unterkünfte lediglich aus den Materialien vom Waldboden zu bauen hatte, wurde die andere Hälfte in das Klettern und Sichern an einer übergroßen etwa vier bis fünf Meter hohen Strickleiter eingewiesen. An dieser Stelle galt es auch das erste Mal richtig Vertrauen in seine Mitschüler zu haben, denn wenn man sich auf der  Leiter mühsam auf den Weg nach oben zog, sicherten die eigenen Klassenkameraden den eigenen Aufstieg an einem Sicherungsseil ab. Beim Absprung von der höchsten Sprosse der Leiter galt es allen Mut zusammenzunehmen und in die Sicherungskünste seiner Mitschüler blind zu vertrauen. Eines der schwierigsten Spiele an diesem Montag sollte allerdings ein Spiel sein, bei dem die gesamte Klasse von einer fiktiven Insel zu einer anderen quer über den Rasen vor der Jugendherberge gelangen musste. Dabei hatte sie lediglich 26 kleine grüne Matten zur Verfügung, die beim vorsichtigen Auslegen von Insel zu Insel niemals losgelassen werden durften, weil sie sonst sofort aus dem Spiel waren. Erschwerend kam noch hinzu, dass jegliche Berührung mit dem fiktiven Wasser mit der Erblindung eines Klassenkameraden einherging. Die besondere Schwierigkeit bestand nun also nicht nur darin, überhaupt auf der anderen Seite anzukommen, sondern eben auch die Erblindeten auf die andere Seite zu bringen. Auch hier mussten die Schüler sich im wahrsten Sinne des Wortes blind auf die anderen verlassen können. Den Abend rundete ein Spieleabend ab.

Am zweiten Tag wanderten wir nach dem Frühstück in die Innenstadt von Verden, um einen „Steinzeit-Wokshop“ im Domherrenhaus zu absolvieren. Die Museumspädagogin veranstalte mit den Fünftklässlern zunächst eine Museums-Rallye, wobei die Kinder die Antworten auf einige Fragen rund um die Steinzeit in den Räumen des Museums finden mussten. Nach einer kurzen Auswertung wurden noch einige Gegenstände und Werkzeuge der Steinzeit herumgereicht, um ein besseres Gefühl für die Gegebenheiten in dieser Zeit zu bekommen. Am Ende schließlich mussten die Schüler versuchen, mit einem Stein ein Stück Leder zu schneiden, was durchaus sehr anstrengend war und einen sehr guten Einblick in den harten Alltag der Steinzeitbewohner lieferte.

Am Nachmittag durften die Schüler die Haupteinkaufsstraße von Verden „unsicher“ machen und den einen oder anderen sah man dann genüsslich ein Stück Kuchen in den hiesigen Cafés essen. Am allermeisten freuten sich die Kinder aber darauf, dass sie dann ins Schwimmbad gehen durften und vielen verging die Stunde Wasserabenteuer viel zu schnell. Den zweiten und auch letzten Abend verbrachte man mit einer  Lektion in „Darstellendes Spiel“.

Dennis Nolte



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