Mit diesem Zitat beschreibt die Irish Actors Theatre Company das Land, mit dem sie sich in ihrer fast eineinhalbstündigen Show beschäftigen.
Für acht Wochen tourt das 4-köpfige Ensemble aus Dublin mit drei verschiedenen Programmen durch Deutschland, die Schweiz und Dänemark. Die Oberstufe des Gymnasiums Bad Nenndorf kam am Freitag, den 13. November 2009 in den Genuss der „Irish History“-Aufführung, die, wie der Titel schon verrät, sich mit der Geschichte Irlands beschäftigt. Ein Erzähler leitet durch das Geschehen, das Erzählte wird durch teilweise obszön-lustige Szenen und viel irischer Musik untermalt. Der Gesang ist anspruchsvoll mehrstimmig und wird von zwei Gitarren sowie verschiedenen Rhythmusgeräten begleitet, die Songs ernten großen Applaus.
Die Zuschauer sind angeregt, mitzumachen, sie lernen den Refrain eines Liedes zum mitsingen und eine „irische“ Abwandlung des ursprünglich deutschen Schuhplattler.
Das Ensemble brachte nicht viel Bühnenbild aus Dublin mit, der Aufbau bestand lediglich aus Stühlen und Tischen. Doch mit vielen verschiedenen, zum größten Teil irischen Requisiten wurde Atmosphäre geschaffen. Inhaltlich wird etwa das Eintreffen der Wikinger in Irland im 8. Jahrhundert auf die Schippe genommen und die „Potato Famine“ aus den Jahren 1846-49 dramatisiert. Ein Fußballfan freut sich über den Sieg der Iren gegen die ewigen Feinde, die Engländer.
Die vier Schauspieler, John Mulville, Neil O’Shea, Rob Harrington und Mairead Cumiskey, schlüpfen in beachtlich viele Rollen und beeindrucken mit ihrer Vielseitigkeit. Wer einmal waschechte Iren über ihr eigenes, von Unruhen bestimmtes Land witzeln sehen und hören will, sollte sich diese einzigartige Gruppe nicht entgehen lassen.
Nina Siewert und Anna Wehrmann (Q1)
