Bild des Gymnasiums Bad Nenndorf

Das GBN unterstützt:

LOGIN

Benutzeranmeldung

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:
Anmelden

TERMINE & LINKS

11/15/18

Einladung

Die Weihnachtskonzerte finden dieses Jahr finden am 19. und 20. Dezember um 18.00 Uhr im Forum statt.

Anders als in den Vorjahren ist das Programm an den beiden Abenden nicht identisch:

Mittwoch mit: Bläserklasse 5b, Unterstufenchor, Stomp-AG, Junior Big Band, GBN Big Band.

Donnerstag mit: Bläserklasse 6b, Juniorblasorchester, Mittel- und Oberstufenchor, Musik-LK, GBN Big Band.

Eintrittspreise: 3 Euro für Erwachsene, 2 Euro für Schüler. Der Kartenvorverkauf beginnt am 6.Dezember in der großen Pause (Nähe Forum).


Interview mit Herrn Welge

Herr Welge stellt sich den Fragen

Am Freitag, den 24.04.2009 besuchte ein leitender Mitarbeiter der europäischen Kommission seine alte Schule, das Gymnasium Bad Nenndorf.

Der ehemalige Schüler Herr Gerhard Hannes Welge stellte seine Aufgaben in der EU-Kommission und sich selbst vor.

Schülerinnen aus der Klasse 10b nahmen diese Chance für ein Interview wahr. Sie stellten ihm Fragen zu seinem Privat- und Berufsleben.

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde begannen die Schülerinnen mit ihrem Interview.

Interviewer: Herr Welge, Sie sind Mitarbeiter der EU-Kommission. Wie lange sind Sie schon in Brüssel tätig?

Herr Welge: Ich arbeite seit Ende der 80er-Jahre in Brüssel.

Interviewer: Da Sie im internationalen Handel tätig sind, reisen sie oft. Begleitet Sie Ihre Familie auf diesen Reisen?

Herr Welge: Nein, auf meinen Dienstreisen ist meine Familie natürlich nicht dabei. Meine Kinder gehen in die Schule oder studieren und meine Frau hat ihren eigenen Beruf. Allerdings haben meine Familie und ich schon in Genf und Washington gewohnt und leben heute in Brüssel. Dieses Hin und Her war nicht immer leicht für meine Söhne, da sie jedes Mal ihre Freunde verlassen und die Schule wechseln mussten.

Ich habe in Hohenbostel, zum Studium in Hamburg und Göttingen und während des Referendariats in Hamburg und England gelebt.

Als Richter in Hamburg habe ich meine Frau kennen gelernt. Meine Söhne studieren heute in Deutschland. Meine Frau arbeitet auch heute als Richterin in Hamburg und pendelt zwischen Brüssel und Hamburg.

Interviewer: Was haben Sie studiert?

Herr Welge: Politik und Wirtschaft habe ich angefangen zu studieren, aber in diesen Fächern nur das Vorexamen gemacht. Ich entschied mich dann für ein Jurastudium. Ein abgeschlossenes Jurastudium sollte mir beruflich die meisten Möglichkeiten bieten, so dachte ich.

Interviewer: Könnten Sie sich einen anderen Beruf für sich vorstellen?

Herr Welge: Ja, durchaus, aber in meinem Alter wird ein totaler Wechsel immer unwahrscheinlicher. Immerhin habe ich einige Male den Job und den Ort gewechselt. Als ich mit Mitte 30 in Hamburg Richter war, konnte ich mir nicht vorstellen meine nächsten 20 Jahre beim Gericht zu verbringen. Das ist einfach zu langweilig {lacht}.

Interviewer: Was sind Ihre Aufgaben in der EU-Kommission?

Herr Welge: Ich bin leitender Mitarbeiter der Generaldirektion für Handel. Zu meinen Aufgaben gehört z. B. das Aushandeln von multilateralen Handelsverträgen (in der WTO) und die dafür notwendigen Abstimmungen mit den Mitgliederstaaten. Dadurch bin ich in dieser Welt bekannt wie ein bunter Hund {lacht}.

Interviewer: Welche Kompetenzen braucht man für Ihren Beruf?

Herr Welge: Man muss einen Universitätsabschluss haben und in verschiedenen Sprachen arbeiten können, hauptsächlich Englisch und Französisch. Außerdem sollte man idealerweise etwas Berufserfahrung haben. Da man oft schon früh erhebliche Verantwortung übertragen bekommt, kann auch ein wenig Selbstbewusstsein nicht schaden.

Interviewer: Was macht Ihren Beruf so einzigartig?

Herr Welge: Ich arbeite mit Menschen aus ganz Europa und in der WTO aus der ganzen Welt zusammen. Das ist für mich die größte Attraktion.

Interviewer: Welches Land beeindruckt Sie am meisten?

Herr Welge: Ich möchte mich nicht auf ein spezielles Land beschränken. Jede Nation hat etwas Besonderes zu bieten. Amerika hat beispielsweise ein mich beeindruckendes „politisches System“.

Interviewer: Die Wirtschaftskrise ist ein aktuelles Thema und geht eigentlich jede Nation etwas an. Würden Sie uns vielleicht Ihre Meinung zu diesem Thema preisgeben? 

Herr Welge: Ich denke, dass niemand so etwas schon einmal erlebt hat. Man ist ziemlich ratlos. Allerdings besteht Einigkeit, dass man die Fehler von 1929 nicht wiederholen will.

Interviewer: Wie finden Sie den Umweltschutz in Deutschland?

Herr Welge: Deutschland ist eines der führenden Länder, die schon früh etwas für die Umwelt getan haben. Die Windräder sind eines der besten Beispiele dafür. Heute profitieren wir von dieser Vorreiterrolle. Viele Länder kaufen uns heute diese Technologie ab, und unsere Wirtschaft profitiert davon. Das ist ein Beispiel dafür, dass Umweltschutz und wirtschaftlicher Erfolg und Wettbewerbsfähigkeit sich nicht gegenseitig ausschließen.

Interviewer: Vielen Dank Herr Welge, dass Sie sich Zeit genommen haben unsere Fragen zu beantworten.

Abschließend bleibt zu sagen: Wir haben Herrn Welge als einen offenen und sympathischen Gesprächspartner kennen gelernt.

Katjana Hink und Lisa Strietzel (Klasse 10b)



copyright: Europaschule Gymnasium Bad Nenndorf | Webdesign, Typo3: SOL.Service Online, Hameln