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Klassenfahrt der 8f an den Frossee (2008)

Die 8f in Bayern

Das Jugendheim Frossee war im Spätsommer 2008 das Ziel der Klassenfahrt der 8f. Die attraktive Lage dieses Heims am so genannten „Froschsee“ und zu Füßen des Rauschberges, des Hausbergs Ruhpoldings, weist bereits auf wesentliche Zielsetzungen dieser Klassenfahrt hin. Mit Pestalozzi kann man auf das Lernen „mit Kopf, Herz und Hand“ verweisen.

Die Abgeschiedenheit ermöglichte gruppendynamische Prozesse, die bei Sport und Spiel entweder auf der umgebenden Wiese oder im Gemeinschaftsraum des Heims möglich waren. Daneben wurde die Entwicklung sozialer Kompetenzen wesentlich gefördert, weil die Schüler selbständig die Mahlzeiten in wechselnden Küchendiensten zubereiteten, früh morgens auch Milch vom Bauern holten sowie auch regelmäßig ein „Rein Schiff“ im gesamten Haus durchzuführen hatten.

Das Programm dieser Fahrt setzte täglich neue Schwerpunkte, d. h. sportliche Aktivitäten und fachliche Exkursionen wechselten einander ab. Die Natur war aber allgegenwärtig. Das Wandern auf den Rauschberg, das Schwimmen im kalten Weitsee oder die Mountainbiketour auf der Röthelmoosrunde forderten die Schüler nicht nur zu sportlichen Leistungen, sondern ließen sie die Alpenwelt erfahren.

Die Schönheiten des Berchtesgadener Landes erblickten die Jugendlichen während einer Bootsfahrt auf dem Königssee. Dort auf der Halbinsel St. Bartholomä leitete dann eine Rangerin des Nationalparks eine naturkundliche Führung, die die Schüler mit der Flora und Fauna am Königssee vertraut machte. Weiterhin erklärte sie nicht nur die ökologische, sondern auch die touristische Bedeutung des Nationalparks.

Die anschließende Wanderung auf die Gotzenalm, hoch über dem Königssee gelegen, veranschaulichte die Bedeutung der Almwirtschaft für den Alpenraum nachhaltig. Nach steilem Aufstieg waren die Alm und der Springlkaser erreicht, der zugleich auch unser Nachtquartier darstellte. Vom Feuerpalfen (1741 m) in der Nähe der Gotzenalm eröffnete sich uns ein spektakulärer Blick in die Tiefe auf den Königssee, zu dem der Berg hinabstürzt. Andererseits beeindruckte die majestätische Größe des Watzmanns, der das Steinerne Meer und den Königssee mit „seiner Frau und den sieben Kindern“ beherrscht. Die Almübernachtung selbst im Matrazenlager ließ dann nochmals das Gruppenerlebnis fühlbar werden, und am nächsten Morgen begann der Abstieg über Gebirgswege, teils durch Windbruch umgeworfenen Wald hinab ins Tal. Almwirtschaften luden zum Verweilen ein und eine Enzianbrennerei gab Einblicke in die chemischen Prozesse, die „von der Wurzel bis zur Flasche“ durchlaufen werden. Die Bitterkeit der Enzianwurzeln mundete allerdings nicht jedem.

In Berchtesgaden informierte der Besuch des Salzbergwerkes über die Gewinnung des Salzes, über die geologischen Gegebenheiten und die historische Bedeutung der Salzgewinnung im Berchtesgadener Land.

Salzburg bildete den kulturellen Höhepunkt dieser Fahrt. Einblicke in die Lebenswelt des absolutistischen Erzbischofs Markus Sittikus gab der Besuch im Schloss Hellbrunn, dessen Wasserspiele die Macht des Fürsten kokett vor Augen führten und auch die Schüler neckisch, aber eben nicht trocken, berührten. Der St.-Peters-Friedhof mit in Stein gehauenen frühchristlichen „Katakomben“ in der Mönchsbergwand, die mittelalterliche Festung, das barocke Salzburg, die Getreidegasse und Mozart prägten den weiteren Aufenthalt an der Salzach.

Auf der Hohensalzburg unternahmen die Schüler mit einer Museumspädagogin eine Festungsführung und stellten einen Bezug zum „Nibelungenlied“ und zum „Parzival“ her, mit denen sie sich im Vorfeld bereits auseinandergesetzt hatten. Nun wurden Schlüsselstellen der mittelalterlichen Epen kreativ und kostümiert in Szene gesetzt. Literatur, Geschichte und Rollen-spiel sprachen die Schüler am historischen Ort also auch hier kognitiv, emotional und agierend an.

Die Auswertung der Klassenfahrt erfolgte später durch Vorträge mit spezifischen Themenschwerpunkten, die meist den Tagesprogrammen entsprachen. Diese wurden dann auf einem „Bayerischen Abend“ mit Weißwürsten und Brezeln als PowerPoint-Präsentation den Eltern vorgestellt.

Jens Mühlhausen



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