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11/15/18

Einladung

Die Weihnachtskonzerte finden dieses Jahr finden am 19. und 20. Dezember um 18.00 Uhr im Forum statt.

Anders als in den Vorjahren ist das Programm an den beiden Abenden nicht identisch:

Mittwoch mit: Bläserklasse 5b, Unterstufenchor, Stomp-AG, Junior Big Band, GBN Big Band.

Donnerstag mit: Bläserklasse 6b, Juniorblasorchester, Mittel- und Oberstufenchor, Musik-LK, GBN Big Band.

Eintrittspreise: 3 Euro für Erwachsene, 2 Euro für Schüler. Der Kartenvorverkauf beginnt am 6.Dezember in der großen Pause (Nähe Forum).


Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Bad Nenndorf und der belgischen Schule Oostmalle arbeiten gemeinsam auf der Kriegsgräberstätte in Lommel/Belgien

Gedenkstätte Lommel

1953 arbeiteten 400 junge Menschen aus 16 Nationen im belgischen Lommel, um die größte deutsche Kriegsgräberstätte im westeuropäischen Ausland vor der Versandung zu bewahren und somit als Mahnmal gegen den Krieg zu erhalten. Hier entstand das Leitmotiv der deutschen Kriegsgräberfürsorge: „Versöhnung über den Gräbern – Arbeit für den Frieden“.

Im November 2007 arbeiten 15 deutsche Schülerinnen und Schüler aus Bad Nenndorf und ebenso viele belgische Schülerinnen und Schüler der Partnerschule aus Oostmalle gemeinsam in Lommel, um auf Einladung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge – Hannover – e.V. den Volkstrauertag mitzugestalten.

5 Tage beschäftigen sich die Jugendlichen damit, ob und wie heute, wo die Einigung Europas unumkehrbar und Kriege in Europa unmöglich erscheinen, gefallenen deutschen Soldaten im Rahmen eines Volkstrauertages gedacht werden kann und soll.

Im Rahmen eines eintägigen Studientages erarbeiten sie die Biographie eines in Lommel bestatteten deutschen Soldaten – mit Hilfe von Briefen, Fotos und Schulzeugnissen kommen sie seinen Träumen, Hoffnungen und Zielen näher, erkennen, dass sich hinter dem Kreuz und in der Uniform ein Mensch verbirgt. Sie erkennen, wozu Kriege führen: zu Kreuzen über Gräbern und ungelebten Leben.

Geschichte ist immer anwesend: Weil belgische und deutsche Jugendliche sich gemeinsam der Vergangenheit stellen, wird aus historischer Verantwortung Verantwortung für Gegenwart und Zukunft.


Arbeit an den Biographien

Dabei erleben sie die gemeinsame Betroffenheit ob der vielen Millionen Toten aller Nationen und erkennen die großen Leistungen der europäischen Einigung, aber auch die Notwendigkeit der fortwährenden Bemühungen um deren Erhalt. Auch heute noch sterben Europäer durch ethnische oder religiöse Konflikte, wie im Kosovo oder durch Terrorakte. Europäische Soldaten sind gemeinsam in Afghanistan für global geltende Menschenrechte im Einsatz.

Die Beschäftigung mit den katastrophalen Weltkriegen und deren Folgen - gemeinsam und kritisch im Rahmen eines Volkstrauertages -  trägt so zum Erwerb von Europakompetenzen bei. Schülerinnen und Schüler lernen dabei nicht nur die konkreten historischen Folgen von Krieg und Terror, von Gewalt und Rassenwahn kennen, sondern auch die Mehrperspektivität europäischer Geschichtswahrnehmung und die Gebundenheit europäischer Identität an nationale Erinnerungskultur. Darüber hinaus erfahren sie aber die Möglichkeit der Versöhnung und erleben die Chancen zur aktiven Gestaltung einer friedlichen Zukunft.

Indem die Jugendlichen in Brüssel mit Vertretern der europäischen Union über heutige Krisenherde und den Möglichkeiten europäischer Friedens- und Sicherheitspolitik diskutieren, lernen Sie, dass Europa nicht nur ein abstrakter Begriff,  sondern ein auf gemeinsamen Werten ruhender politischer und kultureller Raum ist, den sehr viel mehr verbindet als trennt.

Wöllert



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